Mehr Informationen
Beschreibung
Unser Haferl Artur lehnt sich stilistisch an die schlichten Skistiefel von „Anno dazumal" an – ein Schuh mit der Lässigkeit alter Bergpioniere und dem ehrlichen Look gelebter Geschichte. Das aufgebrochene Pull-up Leder mit charakteristischem Used-Effekt macht jedes Paar zum Unikat: Falten, Biegungen und natürliche Hellungen erzählen Geschichten.
Beim Rindleder Pull-up wird die Lederhaut ungleichmäßig per Hand eingefärbt. Durch dieses spezielle Verfahren bricht die Lederoberfläche an Bewegungsstellen leicht auf und es bildet sich ein lebendiger Used-Look. Mit der Zeit wird Artur immer schöner – die Patina ist das Markenzeichen, nicht der Makel.
Was den Artur auszeichnet:
- Zwiegenähte Bauweise – Sohle, Rahmen und Schaft sind miteinander vernäht, nicht verklebt (mehr zur Machart)
- 100 % vollnarbiges Pull-up Rindleder in warmem Taupe – jedes Paar ein Unikat durch die Hand-Einfärbung
- Charakteristischer Used-Look – Patina als gewolltes Stilelement (mehr zu unseren Ledern)
- Mittelschnürung mit gewachsten Baumwollsenkeln – traditionell und langlebig
- Lederbrandsohle mit Latex-Fersenpolsterung – atmungsaktiv, formt ein individuelles Fußbett
- Vibram®-Profilsohle – griffig auf Pflaster, Holzboden und Almwiesen
- Handgefertigt in unserer eigenen Manufaktur – rund 200 Arbeitsschritte pro Paar (zur Manufaktur)
- Mehrfach neu besohlbar in unserer Werkstatt in Schwangau
Artur ist der ideale Begleiter für alle, die die Bergpioniere-Ästhetik der 1920er und 1930er lieben – kombinierbar mit Cordhose, Tweed, Drillich oder gut sitzender Denim. Mehr darüber, wie sich der Haferlschuh vom bäuerlichen Arbeitsschuh zum modernen Modeklassiker entwickelt hat, lesen Sie unter Der Haferlschuh im Wandel.
Pflege für Pull-up Leder: Sparsam Burgol Lederfett mit dem Finger oder weichen Tuch einmassieren – das erhält die lebendige Patina und schützt vor Nässe. Nicht gleichmäßig polieren – der Used-Look ist Markenzeichen, nicht zu beseitigen. Zusätzlich mit Burgol Imprägnierspray behandeln. Die komplette Anleitung im Schuhpflege-Ratgeber.
Machart: zwiegenäht
Von allen Macharten erzeugt die Zwienähtechnik die mit Abstand haltbarsten Schuhe. Entscheidend ist hierbei – optisch wie technisch - die mechanische Verbindung von Sohle und Schuhoberteil durch zwei sichtbare Nähte. Die erste Naht (Einstechnaht) verbindet Schaft und Rahmen mit der Brandsohle, an der zuvor ein Gemband (Band aus fester Textilfaser) montiert wird. Dann wird der eingestochene Rahmen im rechten Winkel nach außen umgebogen und nimmt auch die zweite Naht (Doppelnaht) auf. Diese befestigt die Zwischensohle am Rahmen und damit am Schuhoberteil. Zum Schluss wird die Laufsohle auf die Zwischensohle geklebt. Durch die genähte Machart ergibt sich die einzigartige Reparaturfähigkeit: Die Schuhe können mit einer neuen Laufsohle versehen werden oder bei Bedarf sogar in seine Hauptteile Schaft und Boden zerlegt und neu aufgebaut werden.
Obermaterial: 100% vollnarbiges Rindleder pull-up
Rindleder pull-up wird ungleichmäßig per Hand eingefärbt. Dadurch bricht die Lederoberfläche leicht auf und es bildet sich ein „Used- Effekt“, was durch die Ausbildung der Gehfalten noch intensiver wird.
Fußbett: Lederbrandsohle, Fersendecksohle aus Leder mit Latexpolsterung
Der schmale Hohlraum zwischen Brandsohle und Zwischensohle wird mit Filz als Ausballmasse gefüllt. Durch das Körpergewicht und die Körperwärme des Trägers gibt dieser beim Tragen nach und es formt sich ein individuelles Fußbett. Eine Eintragezeit von ca. 2-3 Wochen in langsam zu steigernden Phasen ist erforderlich, bis die optimale Passform und der einzigartige Tragekomfort erreicht ist. Auf der Brandohle ist eine Decksohle aus echtem Lammfell eingelegt, die hernausnehmbar ist und bei Bedarf auch ausgetauscht bzw. ersetzt werden kann.