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Beschreibung
Max ist unser mittelgeschnürter Halbschuh – und damit der Ur-Haferl in Reinform. Schon der Name „Haferl" geht vermutlich auf das englische „half shoes" zurück, mit dem stadtfeine Engländer den außergewöhnlichen Schuh entdeckten und benannten, als sie ihn vor hundert Jahren beim Skiurlaub im Allgäu kennenlernten. Max führt diese Tradition fort.
Seine Mittelschnürung ist das ursprüngliche Schnürbild des Haferlschuhs – wie ihn Schuhmacher Franz Schratt 1803 in Oberstdorf entwarf. Mit seinem schmucklosen, ehrlichen Schnitt und der Schiffchen-Spitze ist Max der vielseitigste Vertreter unserer Kollektion: Wiesn, Biergarten, Alltagsgarderobe, Hochzeit auf dem Land oder einfach zu Jeans im Büro.
Was den Max auszeichnet:
- Zwiegenähte Bauweise – Sohle, Rahmen und Schaft sind miteinander vernäht, nicht verklebt (mehr zur Machart)
- Vibram®-Profilsohle – griffig auf Pflaster, Holzboden und Almwiesen
- 100 % vollnarbiges Rindleder aus zertifizierten europäischen Spitzengerbereien
- Mittelschnürung mit aus dem Oberleder gestanzten Lederschnürsenkeln – das authentischste Detail eines echten Haferlschuhs
- Lederbrandsohle mit Latex-Fersenpolsterung – atmungsaktiv, formt ein individuelles Fußbett
- Leisten Haferl klassisch – kantige Schiffchen-Spitze, großzügig gerundeter Vorfuß (mehr zu unseren Leisten)
- Handgefertigt in unserer eigenen Manufaktur – rund 200 Arbeitsschritte pro Paar (zur Manufaktur)
- Mehrfach neu besohlbar in unserer Werkstatt in Schwangau
Mehr zur Entstehung des Haferlschuhs und der Etymologie des Namens lesen Sie auf unserer Geschichte-Seite. Mehr zu den regionalen Unterschieden zwischen Allgäuer Max, oberbayerischem Ludwig und österreichischem Goiserer in unseren Regionalen Unterschieden.
Pflege: Für die Pflege empfehlen wir Burgol Schuhpomade schwarz und Burgol Imprägnierspray. Die komplette Anleitung finden Sie im Schuhpflege-Ratgeber.
Wegen der charakteristischen Schiffchen-Spitze fallen Original Haferl Modelle etwas größer aus – wählen Sie daher eine halbe Größe kleiner als gewohnt. Ausnahme: Bei hohem Spann, breitem Vorfuß oder beim Tragen mit dicken Trachtensocken oder Loferln empfehlen wir die nächstgrößere Nummer. Alle Details und die Messanleitung in unserer Größentabelle.
Machart: zwiegenäht
Von allen Macharten erzeugt die Zwienähtechnik die mit Abstand haltbarsten Schuhe. Entscheidend ist hierbei – optisch wie technisch - die mechanische Verbindung von Sohle und Schuhoberteil durch zwei sichtbare Nähte. Die erste Naht (Einstechnaht) verbindet Schaft und Rahmen mit der Brandsohle, an der zuvor ein Gemband (Band aus fester Textilfaser) montiert wird. Dann wird der eingestochene Rahmen im rechten Winkel nach außen umgebogen und nimmt auch die zweite Naht (Doppelnaht) auf. Diese befestigt die Zwischensohle am Rahmen und damit am Schuhoberteil. Zum Schluss wird die Laufsohle auf die Zwischensohle geklebt. Durch die genähte Machart ergibt sich die einzigartige Reparaturfähigkeit: Die Schuhe können mit einer neuen Laufsohle versehen werden oder bei Bedarf sogar in seine Hauptteile Schaft und Boden zerlegt und neu aufgebaut werden.
Obermaterial: 100% vollnarbiges Rindleder
Vollnarbiges Rindleder ist ein Glattleder aus dem Narbenspalt, das nicht geschliffen wurde und damit die natürliche Narbung inklusive Hautunregelmäßigkeiten des Tieres unverändert erkennbar ist. Es ist geschmeidig und weich und die Oberfläche hat einen natürlich matten Glanz. Durch die zusätzliche hydrophobierte Zurichtung ist es robust, widerstandsfähig und pflegeleicht. Der hochwertige Wollfilz besteht aus 72% Wolle und 28% Viskose. Das Naturprodukt Wolle verleiht dem Filz herausragende Eigenschaften wie Atmungsaktivität, Luft- und Wasserdampfdurchlässigkeit, Wäremerückhaltevermögen und sehr gute Wasseraufnahme- und abgabefähigkeit. Der Viskoseanteil sorgt für Formstabilität. Der Filz ist vollständig biologisch abbaubar.
Fußbett: Lederbrandsohle, Fersendecksohle aus Leder mit Latexpolsterung
Der schmale Hohlraum zwischen Brandsohle und Zwischensohle wird mit Filz als Ausballmasse gefüllt. Durch das Körpergewicht und die Körperwärme des Trägers gibt dieser beim Tragen nach und es formt sich ein individuelles Fußbett. Eine Eintragezeit von ca. 2-3 Wochen in langsam zu steigernden Phasen ist erforderlich, bis die optimale Passform und der einzigartige Tragekomfort erreicht ist. Auf der Brandohle ist eine Decksohle aus echtem Lammfell eingelegt, die hernausnehmbar ist und bei Bedarf auch ausgetauscht bzw. ersetzt werden kann.