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Beschreibung
Der Ammergau ist der robuste Begleiter für alle, die viel draußen sind: Jäger, Förster, Waldarbeiter, Wanderer auf rauem Terrain. Sein deutlich erhöhter Schaft schützt Knöchel und Wade vor Unterholz, Geröll und Wetter – ohne dabei steif zu wirken. Das geölte Vollnarbenleder ist von Anfang an wasserabweisend und entwickelt mit den Jahren eine charaktervolle Patina.
Zwiegenäht in unserer eigenen Manufaktur, Schritt für Schritt von Hand. Sohle und Schaft sind durch zwei sichtbare Nähte verbunden – diese Konstruktion ist außergewöhnlich langlebig und macht den Schuh neu besohlbar. Die griffige Vibram®-Profilsohle gibt sicheren Halt auf nassem Gras, Forstwegen und steinigem Boden.
Eigenschaften
- Material Schaft: geöltes Vollnarbenleder, robust und wasserabweisend
- Futter: Kalbsleder, fußfreundlich und atmungsaktiv
- Sohle: Vibram®-Profilsohle mit ausgeprägtem Profil für sicheren Tritt
- Machart: zwiegenäht, neu besohlbar
- Schaft: hoch geschnitten – Knöchel- und Wadenschutz
- Schnürung: durchgehend bis oben, individuelle Weitenregulierung
- Einsatzbereich: Jagd, Forst, Wandern, Outdoor – urban als Statement-Boot tragbar
Pflegeempfehlung
Bei geölten Ledern empfehlen wir Burgol Lederfett oder Burgol Lederbalsam. Beide nähren das Leder, erhalten die wasserabweisende Wirkung und unterstützen die natürliche Patina-Bildung. Vor jedem Einsatz im nassen Gelände: einölen. Nach dem Einsatz: Schmutz mit weicher Bürste entfernen, in Ruhe trocknen lassen (nicht auf der Heizung!), dann nachfetten.
Aus eigener Manufaktur
Der Ammergau wird wie alle Original-Haferl-Schuhe in unserer eigenen Manufaktur in rund 200 Arbeitsschritten gefertigt – mit viel Handarbeit, Erfahrung und Materialien, die wir uns selbst ausgesucht haben.
Machart: zwiegenäht
Von allen Macharten erzeugt die Zwienähtechnik die mit Abstand haltbarsten Schuhe. Entscheidend ist hierbei – optisch wie technisch - die mechanische Verbindung von Sohle und Schuhoberteil durch zwei sichtbare Nähte. Die erste Naht (Einstechnaht) verbindet Schaft und Rahmen mit der Brandsohle, an der zuvor ein Gemband (Band aus fester Textilfaser) montiert wird. Dann wird der eingestochene Rahmen im rechten Winkel nach außen umgebogen und nimmt auch die zweite Naht (Doppelnaht) auf. Diese befestigt die Zwischensohle am Rahmen und damit am Schuhoberteil. Zum Schluss wird die Laufsohle auf die Zwischensohle geklebt. Durch die genähte Machart ergibt sich die einzigartige Reparaturfähigkeit: Die Schuhe können mit einer neuen Laufsohle versehen werden oder bei Bedarf sogar in seine Hauptteile Schaft und Boden zerlegt und neu aufgebaut werden.
Obermaterial: 100% Fettnubuk
Juchtenleder ist ein pflanzlich gegerbtes Rindleder, das durch die Verwendung von Birkenrindenteer imprägniert und stark gefettet ist. Das Leder ist extrem widerstandsfähig und wasserdicht. Es wird mit der rauen Seite nach außen verwendet, was dem Schuh einen noch ursprünglicheren Charakter verleiht. Unregelmäßigkeiten, der etwas rauchige Geruch sowie Fettflecken sind normal und unterstreichen die rustikale Optik des Leders. Wir beziehen dieses besondere Leder von einer deutschen Traditionsgerberei. Fettnubuk ist ein robustes Nubukleder (narbenseitig geschliffenes Rindleder), welches bei der Gerbung mit Fett behandelt wird. Durch den Eigenfettgehalt ist es strapazierfähig und wird nach längerem Tragen leicht speckig.
Fußbett: Lederbrandsohle, Fersendecksohle aus Leder mit Latexpolsterung
Der schmale Hohlraum zwischen Brandsohle und Zwischensohle wird mit Filz als Ausballmasse gefüllt. Durch das Körpergewicht und die Körperwärme des Trägers gibt dieser beim Tragen nach und es formt sich ein individuelles Fußbett. Eine Eintragezeit von ca. 2-3 Wochen in langsam zu steigernden Phasen ist erforderlich, bis die optimale Passform und der einzigartige Tragekomfort erreicht ist. Auf der Brandohle ist eine Decksohle aus echtem Lammfell eingelegt, die hernausnehmbar ist und bei Bedarf auch ausgetauscht bzw. ersetzt werden kann.