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Beschreibung
Unser Haferl Aventinus 1516 ist der Zwillingsbruder vom Juchtenhaferl 1516.
Der einzige Unterschied: Seine Schnürung ist nicht mittig, sondern seitlich platziert. Das ändert merklich die Optik. So wie ein Seitenscheitel ein Gesicht interessanter und dynamischer erscheinen lässt, verstärkt die Seitenschnürung bei unserem Aventinus das Trachten-typische.
Das Schaftmaterial ist wieder pflanzlich gegerbtes, sehr widerstandsfähiges Juchtenleder, das sich besonders gut der Fußform anpasst.
Der Aventinus 1516 ist ohne Rahmen zwiegenäht. Das betont seine durchdacht kalkulierte Funktionalität und seine bäuerliche Herkunft vom Arbeitsschuhwerk für Jäger und Waldarbeiter. Wie unser Aventinus 1516 könnte vor zweihundert Jahren der „Urhaferl“ ausgesehen haben.
Heute ist er ein Schuh für Traditionalisten, Puristen und Pragmatiker, die ohne Aufwand schmuck aussehen und zugleich robust und nachhaltig und geldwert bekleidet sein wollen.
Gewicht des Paares in Größe UK 8.5 / EU 42.5 ~ 1170 g
Das Modell fällt groß aus. Bitte wählen Sie eine halbe Schuhgröße kleiner. Hier finden Sie unsere Größentabelle.
Machart: zwiegenäht
Von allen Macharten erzeugt die Zwienähtechnik die mit Abstand haltbarsten Schuhe. Entscheidend ist hierbei – optisch wie technisch - die mechanische Verbindung von Sohle und Schuhoberteil durch zwei sichtbare Nähte. Die erste Naht (Einstechnaht) verbindet Schaft und Rahmen mit der Brandsohle, an der zuvor ein Gemband (Band aus fester Textilfaser) montiert wird. Dann wird der eingestochene Rahmen im rechten Winkel nach außen umgebogen und nimmt auch die zweite Naht (Doppelnaht) auf. Diese befestigt die Zwischensohle am Rahmen und damit am Schuhoberteil. Zum Schluss wird die Laufsohle auf die Zwischensohle geklebt. Durch die genähte Machart ergibt sich die einzigartige Reparaturfähigkeit: Die Schuhe können mit einer neuen Laufsohle versehen werden oder bei Bedarf sogar in seine Hauptteile Schaft und Boden zerlegt und neu aufgebaut werden.
Obermaterial: 100% Juchtenleder
Juchtenleder ist ein pflanzlich gegerbtes Rindleder, das durch die Verwendung von Birkenrindenteer imprägniert und stark gefettet ist. Das Leder ist extrem widerstandsfähig und wasserdicht. Es wird mit der rauen Seite nach außen verwendet, was dem Schuh einen noch ursprünglicheren Charakter verleiht. Unregelmäßigkeiten, der etwas rauchige Geruch sowie Fettflecken sind normal und unterstreichen die rustikale Optik des Leders. Wir beziehen dieses besondere Leder von einer deutschen Traditionsgerberei. Fettnubuk ist ein robustes Nubukleder (narbenseitig geschliffenes Rindleder), welches bei der Gerbung mit Fett behandelt wird. Durch den Eigenfettgehalt ist es strapazierfähig und wird nach längerem Tragen leicht speckig.
Fußbett: Lederbrandsohle, Fersendecksohle aus Leder mit Latexpolsterung
Der schmale Hohlraum zwischen Brandsohle und Zwischensohle wird mit Filz als Ausballmasse gefüllt. Durch das Körpergewicht und die Körperwärme des Trägers gibt dieser beim Tragen nach und es formt sich ein individuelles Fußbett. Eine Eintragezeit von ca. 2-3 Wochen in langsam zu steigernden Phasen ist erforderlich, bis die optimale Passform und der einzigartige Tragekomfort erreicht ist. Auf der Brandohle ist eine Decksohle aus echtem Lammfell eingelegt, die hernausnehmbar ist und bei Bedarf auch ausgetauscht bzw. ersetzt werden kann.