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Beschreibung
Salober ist ein klassischer Rindleder-Stiefel mit Filzschaft – die bewährte Antwort auf alle Wetter- und Geländebedingungen, die Jäger, Forstwirte und Naturburschen im Allgäuer Voralpenland kennen. Früher war diese Art Arbeitsstiefel im ländlichen Raum sehr beliebt: Der lange Filzschaft hält die Beine warm, das wasserabweisende Leder schützt zuverlässig.
Benannt nach dem markanten Salober am Falkenstein in den Allgäuer Alpen – ein Stiefel, der hält, was sein Vorbild verspricht.
Was den Salober auszeichnet:
- Zwiegenähte Bauweise – Sohle, Rahmen und Schaft sind miteinander vernäht, nicht verklebt (mehr zur Machart)
- Hydrophobiertes Rindleder – wasserabweisend imprägniert, robust für jede Witterung
- Wollfilz-Schaft – natürliches Material, hält die Beine warm und atmungsaktiv
- Leisten Wald – leicht erhöhter Spann für einfachen Einschlupf, schmale Ferse für Halt, mehr Volumen für dicke Socken (mehr zu unseren Leisten)
- Lederbrandsohle mit Latex-Fersenpolsterung – atmungsaktiv, formt ein individuelles Fußbett
- Handgefertigt in unserer Manufaktur in Ungarn – rund 200 Arbeitsschritte pro Paar (zur Manufaktur)
- Mehrfach neu besohlbar in unserer Werkstatt in Schwangau
Ideal für die Pirsch, den Forst, die Almpflege und jede Outdoor-Situation, in der Komfort, Wärme und Robustheit zählen. Mehr darüber, warum zwiegenähte Lederstiefel die nachhaltigere Wahl gegenüber Hightech-Trekkingschuhen sind, lesen Sie auf unserer Seite Nachhaltiges Wandern.
Pflege:
- Lederteil: Schmutz mit weicher Bürste entfernen. Bei trockenen Stellen Burgol Lederfett sparsam einarbeiten. Zusätzlich mit Burgol Imprägnierspray behandeln, um den Schutz aufzufrischen.
- Wollfilz-Schaft: Trocken bürsten. Bei stärkerer Verschmutzung mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste vorsichtig reinigen. Nicht in der Maschine waschen.
Die komplette Pflegeanleitung finden Sie im Schuhpflege-Ratgeber.
Wegen der charakteristischen Schiffchen-Spitze fallen Original Haferl Modelle etwas größer aus – wählen Sie daher eine halbe Größe kleiner als gewohnt. Ausnahme: Bei hohem Spann, breitem Vorfuß oder beim Tragen mit dicken Wadenstrümpfen empfehlen wir die nächstgrößere Nummer. Alle Details und die Messanleitung in unserer Größentabelle.
Machart: zwiegenäht
Von allen Macharten erzeugt die Zwienähtechnik die mit Abstand haltbarsten Schuhe. Entscheidend ist hierbei – optisch wie technisch - die mechanische Verbindung von Sohle und Schuhoberteil durch zwei sichtbare Nähte. Die erste Naht (Einstechnaht) verbindet Schaft und Rahmen mit der Brandsohle, an der zuvor ein Gemband (Band aus fester Textilfaser) montiert wird. Dann wird der eingestochene Rahmen im rechten Winkel nach außen umgebogen und nimmt auch die zweite Naht (Doppelnaht) auf. Diese befestigt die Zwischensohle am Rahmen und damit am Schuhoberteil. Zum Schluss wird die Laufsohle auf die Zwischensohle geklebt. Durch die genähte Machart ergibt sich die einzigartige Reparaturfähigkeit: Die Schuhe können mit einer neuen Laufsohle versehen werden oder bei Bedarf sogar in seine Hauptteile Schaft und Boden zerlegt und neu aufgebaut werden.
Obermaterial: 100% hydrophobiertes Rindleder/Schaft Wollfilz
Vollnarbiges Rindleder ist ein Glattleder aus dem Narbenspalt, das nicht geschliffen wurde und damit die natürliche Narbung inklusive Hautunregelmäßigkeiten des Tieres unverändert erkennbar ist. Es ist geschmeidig und weich und die Oberfläche hat einen natürlich matten Glanz. Durch die zusätzliche hydrophobierte Zurichtung ist es robust, widerstandsfähig und pflegeleicht. Der hochwertige Wollfilz besteht aus 72% Wolle und 28% Viskose. Das Naturprodukt Wolle verleiht dem Filz herausragende Eigenschaften wie Atmungsaktivität, Luft- und Wasserdampfdurchlässigkeit, Wäremerückhaltevermögen und sehr gute Wasseraufnahme- und abgabefähigkeit. Der Viskoseanteil sorgt für Formstabilität. Der Filz ist vollständig biologisch abbaubar.
Fußbett: Lederbrandsohle, Fersendecksohle aus Leder mit Latexpolsterung
Der schmale Hohlraum zwischen Brandsohle und Zwischensohle wird mit Filz als Ausballmasse gefüllt. Durch das Körpergewicht und die Körperwärme des Trägers gibt dieser beim Tragen nach und es formt sich ein individuelles Fußbett. Eine Eintragezeit von ca. 2-3 Wochen in langsam zu steigernden Phasen ist erforderlich, bis die optimale Passform und der einzigartige Tragekomfort erreicht ist. Auf der Brandohle ist eine Decksohle aus echtem Lammfell eingelegt, die hernausnehmbar ist und bei Bedarf auch ausgetauscht bzw. ersetzt werden kann.