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Beschreibung
Doch, Größe zählt. Ein guter Bergschuh braucht Volumen – und perfekt aufeinander abgestimmte Details. Robustheit, Gewicht und Tragekomfort müssen in ausgewogenem Verhältnis stehen. Jedes Detail braucht die Form und Größe, die seine Aufgabe erfordert. So wie bei unserem Bergschuh Höfats.
Die höhere Form mit langer Schnürfreiheit gibt sicheren Halt im steilen Gelände, die zwiegenähte Bauweise schenkt Jahrzehnte Tragekomfort. Benannt nach den markanten Höfats-Felsspitzen im Allgäuer Hauptkamm – ein Bergschuh für Menschen, die wissen, was robustes Schuhwerk leisten muss.
Was den Höfats auszeichnet:
- Zwiegenähte Bauweise – Sohle, Rahmen und Schaft sind miteinander vernäht, nicht verklebt (mehr zur Machart)
- 100 % Fettnubuk / Nappa – robust, natürlich wasserabweisend, mit charakteristischer Patina
- Leisten Berg – gerade Zehenlage für natürliches Abrollen, schlanke Form für attraktive Optik (mehr zu unseren Leisten)
- Mittelschnürung mit langer Schnürfreiheit – flexibel anpassbar an Wadenform und Tragesituation
- Lederbrandsohle mit Latex-Fersenpolsterung – atmungsaktiv, formt ein individuelles Fußbett
- Höher geschnitten – umschließt den Fuß bis zum Knöchel für mehr Halt und Schutz
- Handgefertigt in unserer Manufaktur in Ungarn – rund 200 Arbeitsschritte pro Paar (zur Manufaktur)
- Mehrfach neu besohlbar in unserer Werkstatt in Schwangau
Mehr darüber, was nachhaltiges Wandern mit zwiegenähten Lederschuhen statt Hightech-Membranen heißt, lesen Sie auf unserer Seite Nachhaltiges Wandern.
Pflege für Fettnubuk: Fettleder ist robust und natürlich wasserabweisend – eine Bürstenreinigung reicht meist. Bei trockenen Stellen Burgol Lederfett oder Burgol Schuhwachs farblos sparsam einarbeiten. Keine Schuhpomade – sie überdeckt die natürliche Patina. Die komplette Anleitung im Schuhpflege-Ratgeber.
Machart: zwiegenäht
Von allen Macharten erzeugt die Zwienähtechnik die mit Abstand haltbarsten Schuhe. Entscheidend ist hierbei – optisch wie technisch - die mechanische Verbindung von Sohle und Schuhoberteil durch zwei sichtbare Nähte. Die erste Naht (Einstechnaht) verbindet Schaft und Rahmen mit der Brandsohle, an der zuvor ein Gemband (Band aus fester Textilfaser) montiert wird. Dann wird der eingestochene Rahmen im rechten Winkel nach außen umgebogen und nimmt auch die zweite Naht (Doppelnaht) auf. Diese befestigt die Zwischensohle am Rahmen und damit am Schuhoberteil. Zum Schluss wird die Laufsohle auf die Zwischensohle geklebt. Durch die genähte Machart ergibt sich die einzigartige Reparaturfähigkeit: Die Schuhe können mit einer neuen Laufsohle versehen werden oder bei Bedarf sogar in seine Hauptteile Schaft und Boden zerlegt und neu aufgebaut werden.
Obermaterial: 100% Fettnubuk/Nappa
Juchtenleder ist ein pflanzlich gegerbtes Rindleder, das durch die Verwendung von Birkenrindenteer imprägniert und stark gefettet ist. Das Leder ist extrem widerstandsfähig und wasserdicht. Es wird mit der rauen Seite nach außen verwendet, was dem Schuh einen noch ursprünglicheren Charakter verleiht. Unregelmäßigkeiten, der etwas rauchige Geruch sowie Fettflecken sind normal und unterstreichen die rustikale Optik des Leders. Wir beziehen dieses besondere Leder von einer deutschen Traditionsgerberei. Fettnubuk ist ein robustes Nubukleder (narbenseitig geschliffenes Rindleder), welches bei der Gerbung mit Fett behandelt wird. Durch den Eigenfettgehalt ist es strapazierfähig und wird nach längerem Tragen leicht speckig.
Fußbett: Lederbrandsohle, Fersendecksohle aus Leder mit Latexpolsterung
Der schmale Hohlraum zwischen Brandsohle und Zwischensohle wird mit Filz als Ausballmasse gefüllt. Durch das Körpergewicht und die Körperwärme des Trägers gibt dieser beim Tragen nach und es formt sich ein individuelles Fußbett. Eine Eintragezeit von ca. 2-3 Wochen in langsam zu steigernden Phasen ist erforderlich, bis die optimale Passform und der einzigartige Tragekomfort erreicht ist. Auf der Brandohle ist eine Decksohle aus echtem Lammfell eingelegt, die hernausnehmbar ist und bei Bedarf auch ausgetauscht bzw. ersetzt werden kann.